Rheinsteig

Rheinsteig

Loreley - Extratour

Auch wenn der Streckenabschnitt nur ein kurzes Stück durch die Reichenberger Gemarkung führt, möchten wir an dieser Stelle auf die im Jahre 2014 neu geschaffene Loreley Extratour hinweisen. Eine fast 15km lange zertifizierte Rundstrecke, die die ganze Vielfalt unserer schönen Landschaft präsentiert.

Beschreibung
Felsige Pfade, traumhafte Panoramen, Weinberge, stille Seitentäler, direkte Rheinnähe, eine Burg und natürlich - die Loreley als Ausgangs- und Höhepunkt: Die Loreley-Extratour bietet alles auf einer Schleife, was man sich von einer Rundtour im Mittelrheintal erhoffen kann.

Schwierigkeit: schwer
Strecke: 14,8 km
Aufstieg: 592 m Abstieg: 592 m
Dauer: 4:15 h
Niedrigster Punkt: 66 m
Höchster Punkt: 298 m

Startpunkt der Tour St. Goarshausen, Loreley Besucherzentrum

Zielpunkt der Tour
St. Goarshausen, Loreley Besucherzentrum

Wegkennzeichen siehe rechts
Loreley Extratour

Loreley-Extratour auf einer größeren Karte anzeigen

Loreley, die schöne Wilde

Wandertipp Eine frühlingshafte Extrarunde um den berühmtesten Rheinfelsen

St. Goarshausen. Während noch einige Zeit auf dem Loreley-Plateau die Bagger rollen, lockt Deutschlands romantischster Felsen dennoch zu einem Wanderausflug: Die Loreley-Extratour führt auf verschlungenen Pfaden und aussichtsreichen Wegen nicht nur direkt ans Rheinufer, sondern auch zu grandiosen Panoramablicken und ins idyllische Forstbachtal. Die Loreley-Extratour startet am Loreley-Besucherzentrum. Gemeinsam mit dem Rheinsteig wandern wir auf einer kurzen und ausgeschilderten Umleitung entlang der Kreisstraße 89. Im freien Feld trennen wir uns vom bekannten Fernweg und biegen auf einen Pfad, teils mit Stufen verstärkt, ab. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind hier zu jeder Jahreszeit Pflicht – die Aussichten aber sind besonders im Frühling fantastisch: Vor uns breitet sich das Rheintal aus, Burg Katz und Festung Rheinfels thronen an beiden Ufern.

Am Ufer entlang zum Treidelpfad

Durch aufgelassene Weinbergslagen steigen wir ab, nutzen einen Tunnel unter der Bahnstrecke und queren die viel befahrene B 42. Eine Treppe bringt uns ans Rheinufer, wo wir dem Treidelpfad nach rechts folgen. Nach 2,2 Kilometern verlassen wir das Ufer und queren die B 42 im Ortsbereich von St. Goarshausen. Sogleich wenden wir uns der Forstbachstraße zu, um den Ansteig aufs Rheinplateau zu beginnen. Gemeinsam mit dem Rheinsteig biegen wir bald links auf einen steilen Pfad ab und genießen tolle Ausblicke auf Burg Katz und den Rhein. Wir verabschieden uns wieder vom Rheinsteig und wandern rechts in den Ort. Auf Höhe der freiwilligen Feuerwehr führt uns ein Feldweg am Rand der Bebauung entlang. Flankiert von Gehölzen und mit einigen Richtungswechseln passieren wir Patersberg (auch hier ist ein Einstieg in die Tour möglich) und setzen den Anstieg fort. Immer wieder verharren wir, denn die Aussicht zurück ist grandios. Nach 4,6 Kilometern erreichen wir eine Kuppe und schwelgen in der Panoramasicht, die sich bis weit ins Hinterland erstreckt.

Ab dem Friedhof von Patersberg führt uns die Loreley-Extratour mit etwas Auf und Ab am Forstbachtal entlang. Alte Holzschilder weisen auf die Bornsmühle hin, die unser nächstes Zwischenziel ist. Am Zuweg zum Immenhof knickt die Extratour rechts ab und verlässt das Forstbachtal.

Bornicher Grillhütte lädt zur Rast

Der Anstieg führt uns durch Mischwald zurück zum Rheinplateau. Nach 8,7 Kilometern erreichen wir das Areal der Bornicher Grillhütte, das zur verdienten Pause einlädt. Langsam nähern wir uns mit sanftem Gefälle dem Rheintal. Am Wegweiser Bornichbach treffen wir erneut auf den Rheinsteig, die gute Beschilderung wird uns nun bis zum Ende der Tour begleiten. Schließlich erreichen wir den Fünfseenplatz, der Pfad senkt sich ab, und nach 11,3 Kilometern treffen wir auf die asphaltierte Zufahrt zum Leiselhof – und genießen am Rastplatz noch einmal den unversperrten Rheintalblick. Ein kurzer Zuweg führt zur ersten Felskanzel. Die Loreley-Extratour bringt uns wenig später zum Spitznack, einem Felsmassiv mit dem nächsten tollen Blick auf den Rhein und zur Loreley. Als unser Weg die Hangkante verlässt, folgen wir ihm durch einen Gehölzriegel zum Weinlehrpfad. Vorbei an einem Rastplatz mit Brunnen geht es bergan durch die Weinberge. Nach 14,4 Kilometern nehmen wir den Platz der sagenumwobenen Loreley ein und genießen – trotz Baustelle – die Aussicht aus luftiger Höhe.

Buchtipps: „Rheinschleifen – Schöneres Wandern“, Pocket mit Übersichtsfaltkarte, 12,95 Euro. „Rheinsteig und Rheinburgenweg – Ein schöner Tag“, Wandern mit Anbindung an die App „Traumtouren“, 300 Seiten, 14,95 Euro. www.ideemediashop.de

Rhein-Zeitung Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Samstag, 25. März 2017, Seite 33
Bornsmühle im Forstbachtal

Zuweg

Seit Anfang September 2005 gibt es von Reichenberg einen offiziellen Zuweg zum Rheinsteig. In enger Abstimmung mit der Verbandsgemeinde und dem Projektbüro wurde ein schöner Weg vom Wanderparkplatz aus bis zum Rheinsteig im Bereich Leiselfeld ausgewählt.


Vom Wanderparkplatz führt der Weg entlang der Kreisstraße durch den gesamten Ort. Reichenberg entstand im Zuge der Errichtung der Burg ab 1319 als eine Siedlung von Handwerkern und Bediensteten. Bereits 1324 besaß Reichenberg Stadtrechte. Leider konnte sich der Ort wegen der engen Tallage nie so richtig entwickeln.

Der Friedhof wird mit zwei Schwenks nach rechts umwandert und es geht "Auf dem Berg" bergan in Richtung Feldflur. Der Füllsender, der Reichenberg vor langer Zeit das Fernsehen brachte, wird umrundet und nach Verlassen der Ortslage hat man einen sehr schönen Blick auf die Burg, die zur Zeit leider nicht besichtigt werden kann.

Stetig bergan erreichen wir die Höhe mit einer Kreuzung. Halb links vor uns erkennen wir den eigentlich ältesten Teil von Reichenberg, den Hof Offenthal, der bereit 1250 urkundlich erwähnt wird. Wenn man rechts dem asphaltierten Wirtschaftsweg folgt erreicht man in 20 Minuten Patersberg und stößt dort auf den Rheinsteig.

Unser Weg führt uns jedoch, dem Wegweiser nach Bornich folgend, über eine Wiesenweg nun wieder leicht bergab. Im Verlauf wird dieser Weg immer schmaler und verläuft am Rande eines tiefen Einschnitts. Wir erreichen im Wald einen schmalen Pfad, den Patersberger Weg. Auch hier können wir wieder rechts abbiegen, um nach Patersberg zu gelangen. Wir halten uns jedoch links und erreichen nach kurzer Zeit die Bornsmühle. Sie ist die jüngste der drei Reichenberger Mühlen am Forstbach und datiert aus 1724. Hier wechseln wir durch den Hof die Talseite. Nach 200m geht es spitz zurück und wir folgen dem Talweg entlang des Forstbachs. Hinter der dritten Reichenberger Mühle, die an der gegenüberliegenden Talseite zu erkennen ist, geht es nach rechts aus dem Tal heraus. Wir erreichen die Höhe und überqueren die Landstraße um danach gleich wieder links abzubiegen. Kurz darauf folgen wir nach rechts dem Hinweisschild Leiselfeld und erreichen wenig später den Rheinsteig.

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